Handbuch für Pfarreileitung im Team in Pfarreien ohne kanonischen Pfarrer
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Liturgischer Ritus für die Beauftragungsfeier
Beauftragungsritus für ein Leitungsteam in einer Pfarrei ohne kanonischen Pfarrer innerhalb einer Wortgottesfeier oder Eucharistiefeier
Nach der Predigt:
Der Bischof geht vor den Altar. Die Kandidat:innen treten vor den Bischof.
Bischof [an die Gemeinde gerichtet]:
Gott ruft jeden Menschen aufgrund von Taufe und Firmung in seinen Dienst. Dabei gibt es unterschiedliche Dienste in unterschiedlichen Beauftragungen. Die Pfarrei N.N. kann (aufgrund des Priestermangels) in unserem Bistum nicht mit einem kanonischen Pfarrer besetzt werden. Deshalb übertrage ich - entsprechend den Vorgaben von can. 517 / § 2 CIC - die Verantwortung für die Seelsorge in der Pfarrei N.N. an ein Team von … Personen: N.N. und als Geistlicher Moderator N.N. Sie werden dazu gerufen, ihre Schwestern und Brüder darin zu stärken, ihre Berufung zu erkennen und dem Leben in der Gemeinschaft der Gemeinden zu dienen. Bei Ihrem Tun wird es entscheidend sein, dass Sie miteinander, mit den weiteren Mitgliedern von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand, (gegebenenfalls mit den Hauptamtlichen der Pfarrei), mit den verschiedenen Gruppen, mit den Einrichtungen und mit allen Menschen guten Willens im Geist Jesu Christi zusammenwirken und als Kirche erkennbar sind. Die Beauftragung gilt bis zur nächsten Pfarrei-Gremienwahl.
Bischof [an die Kanditat:innen gerichtet]:
Lieber Herr N.N., liebe Frau N.N. …. lieber Mitbruder…, jedem wird die Offenbarung des Geistes verliehen, damit sie anderen nützt (1Kor 12,7). Sie stellen sich zur Verfügung, in der Pfarrei N.N. gemeinsam die Verantwortung für die Seelsorge zu übernehmen. Das Fundament dieses Dienstes ist das Evangelium Jesu Christi und der Glaube der Kirche. So bekennen Sie vor mir und mit den hier Versammelten Ihren Glauben:
Alle beten gemeinsam das Credo: „Ich glaube an Gott“…
Bischof:
Sie haben Ihren Glauben bekannt. Nun bitte ich Sie, Ihre Bereitschaft zum Dienst in der Kirche zum Ausdruck zu bringen. Sind Sie bereit, Ihren Schwestern und Brüdern in der Pfarrei N.N. und den Menschen in dieser Region zu dienen, indem Sie miteinander und auf je eigene Weise Verantwortung für die Seelsorge übernehmen?
Kandidatinnen /Kandidaten [gemeinsam]:
Ich bin bereit.
Bischof:
Ich danke Ihnen für Ihre Bereitschaft. Durch Ihre Taufe sind Sie mit dem Heiligen Geist getauft. Verkünden und leben Sie das Evangelium Jesu Christi in Wort und Tat, damit die Menschen erkennen, zu welcher Hoffnung sie berufen sind. Dienen Sie dem Herrn der Kirche in Freude und Zuversicht.
Lasset uns beten:
Gütiger Gott, Du sorgst für die Kirche und erfüllst sie mit Deinem Leben. Du rufst Menschen, damit sie in Deinem Namen das Kommen Deines Reiches verkünden. Wir bitten Dich: Segne unsere Schwestern und Brüder, die mit der Verantwortung für die Seelsorge beauftragt werden. Stärke sie in ihrem je eigenen Dienst an den Menschen zum Aufbau des Leibes Christi. Gemeinsam mit dem ganzen Gottesvolk mögen sie wachsen im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe und so Deinem Reich die Wege bereiten. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Amen.
Überreichen der Beauftragungsurkunde
[Dem Bischof von N.N. zugereicht]
Bischof:
Herr Pfr. N.N., ich beauftrage Sie, als Geistlicher Moderator der Pastoral zusammen mit N.N. (Namen der Teammitglieder) die Verantwortung für die Seelsorge in der Pfarrei N.N. zu übernehmen.
[Hand reichen und dann Urkunde übergeben]
Frau N.N., ich beauftrage Sie, unter der Geistlichen Moderation von Pfr. N.N. und zusammen mit Ihrem Team Verantwortung für die Seelsorge in der Pfarrei N.N. zu übernehmen.
[Hand reichen und dann Urkunde übergeben]
Herr N.N., ich beauftrage Sie, unter der Geistlichen Moderation von Pfr. N.N. und zusammen mit Ihrem Team Verantwortung für die Seelsorge in der Pfarrei NN. zu übernehmen.
[Hand reichen und dann Urkunde übergeben]
…
Kreuzzeichen und Überreichen der Kerzen
Die Kerzen werden an der Osterkerze entzündet und dem Bischof gereicht. Die Kandidat:innen treten einzeln und nacheinander heran.
Bischof:
Das Zeichen des Kreuzes auf Ihrer Stirn soll Sie an die Taufe und Ihren Auftrag erinnern, als Christ Zeuge / als Christin Zeugin des Glaubens zu sein. Das brennende Licht ist Zeichen für Jesus Christus, dessen Frohe Botschaft in den Herzen der Menschen aufleuchten soll, mit denen Sie Glauben und Leben teilen.
[Kreuz auf die Stirn beim Überreichen der Kerze]
Als Zeichen dafür, dass Sie dem Leben der Menschen in Ihrer Pfarrei dienen wollen, bitte ich Sie nun, Ihr Licht an die Vertreter und Vertreterinnen der Gemeinden und Einrichtungen weiterzugeben.[1]
[Die nunmehr beauftragten Leitungsteam-Mitglieder gehen zu den Vertreter:innen in der Kirche und entzünden deren Kerzen.[2]]
Lied: „Großer Gott wir loben dich“
Zuletzt geändert: 11. Mai 2023, 12:02, Von Kleist, Claudia [Claudia.vonKleist]